Marén Jaffke & Eileen Muchow - Poeler Menschen
Eileen Jaffke & Maren Jaffke - Poeler Menschen
Zwei Generationen, eine Heimat und jede Menge Engagement für ihre Insel: Marén Jaffke (45) und ihre Tochter Eileen Muchow (25) sind auf Poel tief verwurzelt. Beide sind hier aufgewachsen, beide packen gerne mit an und beide wissen, was den besonderen Zusammenhalt auf der Insel ausmacht. Marén, geborene Siggel, stammt aus einer Familie, die seit vielen Generationen auf Poel zu Hause ist. „Gefühlt die größte Familie der Insel“, sagt sie lachend. Geboren in Wismar, wuchs sie zunächst in Kirchdorf und später in Timmendorf auf. Nach ihrer Schulzeit auf Poel absolvierte sie eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Inselhotel Gollwitz. 2001 wurde ihre Tochter Eileen geboren. Nach der Elternzeit machte sich Marén als Tagesmutter selbstständig und betreute 15 Jahre lang Kinder in Fährdorf. Später arbeitete sie in der Ostseeklinik Am Schwarzen Busch, bevor sie 2022 in den Fischverkauf ihres Mannes bei „Hafenhappen“ einstieg. Heute trifft man sie am Kutter in Timmendorf, wo sie bei Wind und Wetter Fisch verkauft und besonders die Gespräche mit Einheimischen und Urlaubern schätzt.
Auch Eileen ist auf Poel groß geworden. Nach ihrer Schulzeit auf der Insel und dem Abitur in Neukloster absolvierte sie ein duales Studium bei der VR Bank. Heute arbeitet sie in Wismar, lebt mit ihrem Mann in Groß Strömkendorf und erwartet gerade ihr zweites Kind. Schon seit ihrer Jugend hilft sie regelmäßig beim Fischverkauf der Familie aus. Doch Mutter und Tochter verbindet noch etwas anderes: ihr ehrenamtliches Engagement. Marén war lange im Elternrat aktiv und unterstützt heute den Kulturverein bei Veranstaltungen wie dem Oster- und Adventsmarkt, Sommerfesten oder Drachenfesten. Eileen spielt in der Frauenmannschaft des Poeler SV, engagiert sich im Verein und hilft bei der Organisation des Peuler Deerns Cup, Norddeutschlands größtem Frauenfußballturnier. Auch ihre Männer bringen sich auf der Insel ein, unter anderem bei den Seenotrettern und weiteren ehrenamtlichen Projekten. „Wir helfen eigentlich überall, wo wir gebraucht werden“, erzählen die beiden. Was sie antreibt, ist vor allem die Gemeinschaft. „Es macht Spaß, etwas zu gestalten und zu sehen, was man gemeinsam bewegen kann“, sagt Eileen. Besonders schön seien die vielen Begegnungen, das Miteinander und die Dankbarkeit der Menschen.
Was Poel für die beiden bedeutet, lässt sich mit einem Wort beschreiben: Heimat. Familie, Freunde, Erinnerungen und das Gefühl, überall jemanden zu kennen, machen die Insel für sie besonders. Sogar ihren Lieblingsort teilen Mutter und Tochter: den Weg zwischen Timmendorf und Hinter Wangern, wo Marén morgens gerne mit ihrem Hund spazieren geht und die Ruhe genießt. Für die Zukunft wünschen sie sich, dass der Zusammenhalt erhalten bleibt und sich noch mehr Menschen, gerade auch Jüngere, ehrenamtlich einbringen. Denn hinter den vielen Veranstaltungen steckt jede Menge Arbeit, die ohne freiwillige Helfer nicht möglich wäre. Eileen hofft vor allem, dass auch ihre Kinder einmal dieses besondere Gemeinschaftsgefühl erleben dürfen. „Wenn alle nur ein bisschen mithelfen, kann man schon richtig viel bewegen.“ Für Marén und Eileen steht jedenfalls fest: Poel ist nicht nur der Ort, an dem sie leben, sondern der Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen.
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