• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Evelin Willner

A7307809
A7307782
A7307794

Die 64-jährige Evelin Willner arbeitet bei der Genbank des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Malchow. Ursprünglich stammt sie aus der „Perle der Altmark“, Gardelegen. Schon während ihrer Schulzeit kam sie durch ihren Vater, einen Saatbauberater, mit der Landwirtschaft in Berührung. Sie begleitete ihn oft in den Ferien zu den örtlichen Landwirtschaftsbetrieben. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, da war die Verbindung zur Natur immer da“, erzählt sie. Nach dem Abitur studierte sie Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle, wo sie auch ihren Mann Günter aus Wismar kennenlernte. „Damals stand ich vor der Wahl, ob ich nach Quedlinburg oder nach Malchow gehen sollte. Ich habe mich für die Insel entschieden – und es nie bereut“, sagt Evelin.

 

Im nächsten Jahr wird sie seit 40 Jahren auf Poel leben und ist nach wie vor Stationsleiterin der Teilsammlungen Nord des IPK in Malchow. Die IPK-Genbank auf Poel bewahrt rund 15.000 Muster pflanzengenetischer Ressourcen, darunter Gräser, Ölpflanzen, Rotklee und Luzerne, die als Futter- und Kulturpflanzen genutzt werden. Ihr Ziel ist die Erhaltung und Vermehrung alter Sorten und Landrassen sowie von Wildmaterial in deren großer Formenmannigfaltigkeit. Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Anpassung von Pflanzen an den Klimawandel, Trockenstress und Nährstoffmangel, um ihre Ertragsfähigkeit zu sichern. Besondere Sammlungen werden im internationalen Saatguttresor auf Spitzbergen gelagert. „Im Jahr 2008 wurde in Norwegen der Svalbard Global Seed Vault, auch als weltweiter Saatgut-Tresor bekannt, gegründet, um Saatgut in Katastrophenfällen wie Kriegen oder Naturkatastrophen zu schützen. Wir liefern einmal im Jahr Saatgut dorthin. Svalbard (Spitzbergen) ist eine abgeschottete Inselgruppe, wo kaum Menschen leben. Direkt beim Tresor lebt niemand. Maximal zweimal im Jahr wird der Tresor geöffnet“, berichtet Evelin Willner.

 

Besucher können die Arbeit der Genbank bei Führungen und Veranstaltungen wie der Mecklenburger Landwirtschaftsausstellung (MELA) kennenlernen. Auch der Lehrgarten in Malchow, der 60 Futterpflanzenarten zeigt, ist für Interessierte geöffnet.

 

Evelin Willner lebt gern auf Poel und beschreibt die Insel als einen Ort, der durch ihre natürliche Schönheit besticht. Besonders schätzt sie das klare Wasser, die Strände sowie die Rad- und Wanderwege. Sie liebt es, mit ihrem Mann Günther spazieren zu gehen, am Reetmoor auf einer Bank zu sitzen und die Sonne zu genießen. Ihr Lieblingsplatz auf der Insel ist die Picknickbank in Brandenhusen, wo sie gerne mit ihrem Kanu, segeln oder paddeln geht. Für die Freizeit empfiehlt Evelin eine Fahrradtour um die Insel, einen Besuch im Schaugarten oder die Erkundung der Naturschutzgebiete wie Langenwerder. Einkehrmöglichkeiten wie das Café in Gollwitz oder der Weg zum Schlosswall gehören für sie ebenfalls dazu. Besonders betont sie, dass die Menschen auf Poel sehr verbunden sind und die Insel durch ihre ruhige, naturnahe Atmosphäre ohne große Hotelanlagen einzigartig bleibt. Für die Zukunft wünscht sich Evelin Wilner, dass sowohl Einheimische als auch Touristen achtsam miteinander umgehen und den besonderen Charakter der Insel bewahren.

A7307694
A7307729
A7307762
A7307605
A7307583

geförderte Produkte durch

 MV tut gut 

csm_Logo-Europaeische-Union-Europaeischer-Fonds-fuer-regionale-Entwicklung-EU-quer-3434x1310_04ea3cfe93 

mgh

Einstellungen für mehr Barrierefreiheit
Sprache. Deutsch

Vor­eingestellte Profile

Schrift

Schrift­größe

100%

Zeilen­abstand

150%

Wort­abstand

100%

Zeichen­abstand

100%

Textausrichtung

Kontrast und Farb­schwäche

Kontraste

Farbschwäche

Farben

Hintergrund­farbe

Text­farbe

Link­farbe

Überschrift­farbe

Inhalts­einstellungen