Marco Weise

Der zweiundfünfzigjährige Marco Weise bietet mit seinem Schiff „MS Seebär“ am Hafen Timmendorf Fahrten zur Seehundsandbank an. Nach der Schulzeit begann sein beruflicher Weg im Schiffbau in Wismar. Nach seiner Wehrdienstzeit beim Heer und einem Studium der Nautik entschied er sich 2012, sein eigenes Schiff zu kaufen und machte sich mit der „MS Seebär“ selbstständig. Neben klassischen Rundfahrten und Seebestattungen bietet er heute vor allem Touren zur Sandbank an, wo man Seehunde, Kegelrobben und viele weitere Tiere beobachten kann.
„Früher gab es hier 80 Seehunde, heute sind es über 160 Kegelrobben, die sie größtenteils verdrängt haben. Es gibt keine Garantie, die Tiere zu sehen, da sie lange jagen, 6-8 Stunden, aber die Chancen stehen eigentlich immer gut“, erzählt Marco. Neben Seehunden und Robben kann man auch Seeadler, Kormorane und andere Vögel sehen. Aktuell ist sogar ein Schweinswalpärchen in der Nähe der Sandbank. Vor vielen Jahren war sogar ein Schnabelwal da. Auf der Fahrt erklärt er den Gästen mit Leidenschaft alles, was sie über die Tierwelt der Ostsee wissen möchten. Besonders wichtig ist ihm dabei der Respekt für die Natur. Es gelten strenge Befahrensregeln für die Sandbank, um die Tiere nicht zu stören: „Langsam fahren, Abstand halten und die Tiere nicht aufscheuchen“, erklärt er.
Auf die Frage, wo er selbst gerne Urlaub machen würde, antwortet Marco: „Auf Poel! Die Insel ist ruhig, man kann richtig abschalten und die mecklenburgische Atmosphäre genießen.“ Er schätzt den Hafen mit seinen Booten und die Möglichkeit, frischen Fisch direkt vor Ort zu kaufen.Für die Zukunft wünscht sich Kapitän Weise, dass alles so bleibt, wie es ist: ruhig, naturnah und einzigartig. Wer Interesse an einer Ausfahrt hat, sollte einen Blick auf die Website der „MS Seebär“ werfen. Wenn das Wetter schlecht ist, gibt es jedoch keine Touren zur Seehundsandbank.





