geförderte Produkte durch

Urlaub auf Poel
» zur Tourismusseite
KALTENHOF
(plattdeutsch Kollhoff)
Kaltenhof, fast unmittelbar an der Ostsee gelegen, war in der Schwedenzeit der Amtshof, auf dem der Amtmann wohnte. Alle Poeler Bauern aus den Amtsdörfern mussten Hofdienste leisten. Ausgenommen waren nur die in den lübischen Dörfern Weitendorf, Wangern, Brandenhusen und Seedorf lebenden Bewohner.
Der Amtshof war ursprünglich aus verlassenen und zusammengelegten Bauernstellen entstanden und hatte sich zum größten Hof der Insel entwickelt. Nach der Schwedenzeit wurde Kaltenhof Domäne, die bis zum Kriegsende 1945 von den Erbpächtern Steinhagen aus dem Nachbardorf Vorwerk bewirtschaftet wurden. Der letzte Pächter von Kaltenhof, Hans Steinhagen, ein besonders tüchtiger Landwirt, war gleichzeitig Besitzer von Vorwerk.
Im Zuge der Bodenreform wurde Kaltenhof nicht zersiedelt, sondern zusammen mit Vorwerk Volkseigenes Gut (VEG). Später entstand zusammen mit Malchow das VEG-Pflanzenproduktion. Nach der Wiedervereinigung wurde Kaltenhof wieder Staatseigentum. Die landwirtschaftliche Fläche wird heute als Pachtung von der Norddeutschen Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke Malchow bewirtschaftet. Die alte Hofanlage mit den großen ursprünglich reetgedeckten Wirtschaftsgebäuden hat sich in eine ausgedehnte Wohn- und Urlaubersiedlung verwandelt.
Im Jahr 1999 erfolgte der erste Spatenstich zur Erschließung der Wohn- und Ferienhausbebauung.
Das Gutshaus wurde 2011/2012 saniert und in eine Pension mit Ferienwohnungen und Doppelzimmern umgewandelt. 2019 kam ein Restaurant dazu und heute strahlt das Gutshaus Kaltenhof wieder im neuen Glanz.
Im Rahmen der Fördermaßnahme „Seegrasbehandlung“ wurde auf dem Gelände des Bauhofs die neue Überdachung der Seegrasbehandlungsanlage fertiggestellt. Zusätzlich wurden neue Fahrzeuge und Technik angeschafft.
