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MALCHOW
(plattdeutsch Maacho)
In der Übersetzung aus dem Slawischen heißt Malchow „Ort des Malesch“, der Kleine. Heute ist das an der Ostseite Poels gelegene Dorf in Fachkreisen weltbekannt. In Malchow begann der Poeler Bauernsohn Hans Lembke 1890 mit der Pflanzenzüchtung und setzte Maßstäbe mit der erfolgreichen züchterischen Bearbeitung von Öl- und Futterpflanzen sowie Kartoffeln.
Aus der kleinen Saatzuchtstation entwickelte sich in der DDR-Zeit das Institut für Öl- und Futterpflanzenzüchtung. Nach der Wiedervereinigung konnte die Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke in Hohenlieth bei Eckernförde (Schleswig-Holstein) den Stammbetrieb Malchow zurück erwerben und ihn zum Marktführer in der Rapszüchtung ausbauen.
Am Standort Malchow befinden sich mit der Außenstelle des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben und dem Milchviehbetrieb Muschalik zwei weitere Unternehmen im Dienste der Landwirtschaft.
Im ehemaligen Züchtungsforschungsgebäude hat sich die Hochschule Wismar mit dem Lehrstuhl Umwelt- und Verfahrenstechnik etabliert. Auch der für Interessierte kostenlos zu besichtigende Schaugarten an der Südseite dieser Einrichtung gehört zur Hochschule.
