Oertzenhof

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OERTZENHOF  

(plattdeutsch Ürtshoff)

 

Die unmittelbar an Kirchdorf grenzende Ortslage Oertzenhof, früher hieß sie Schwartzenhof, war bis 1945 Domäne des Landes Mecklenburg mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 199 Hektar. Die letzte Pächterin, Hanna 

Tiessen, musste Poel 1945verlassen. 

 

Im Zuge der Bodenreform wurde Oertzenhof aufgesiedelt, es entstanden zahlreiche Neubauernhäuser. Von den ehemaligen großen Wirtschaftsgebäuden ist nur noch der Speicher vorhanden, der zu Wohnungen umgebaut wurde. 

 

Nach der Aufgabe der Schweinehaltung und der Verlegung des Technikstützpunktes der ehemaligen Bäuerlichen Produktivgenossenschaft wurde Platz geschaffen für den Bau neuer Einfamilienhäuser. Ein Schweinestall wurde zur Schießhalle des Poeler Schützenvereins umfunktioniert. 

 

Die weitere Wohnbebauung von Oertzenhof, die schon an der Lindenallee zum Schwarzen Busch in den 1980er Jahren eingeleitet worden war, wird das Dorfbild weiter verändern. Im Rahmen der Flurneuordnung wurde durch den Bau einer Betonspurbahn eine Verbindung zwischen Oertzenhof und der Wohnanlage auf dem Kieckelberg hergestellt.