Wangern mit Hinterwangern

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Wangern

 

Wangern ist einer der drei Orte auf der Insel, die slawischen Ursprungs sind, also im 6. bis 7 Jhd. gegründet wurden. Es besteht aus den Ortsteilen Vorwangern, Wangern und Hinterwangern. 1352 ging das Dorf in den Besitz des Heilig – Geist - Hospital Lübeck über und war eines der sogenannten Lübischen Dörfer.  

 

Da es Herzog Friedrich Franz I. gelang, durch die Abtretung des Priwalls von der Stadt Lübeck die 4 Dörfer Weitendorf, Wangern, Brandenhusen und Seedorf  auf Poel zu erhalten, gehörten diese Orte schon ein Jahr vor dem Vertrag von Malmö (1803) wieder zu Mecklenburg. 

 

Im Jahr 1836 entsteht die Schule in Wangern, in der die Schüler der lübischen Dörfer und aus Timmendorf unterrichtet wurden.  Nach dem  Bau des neuen Schulgebäudes in Kirchdorf 1975 wurde das alte Gebäude zu Wohnungen umgebaut und später abgerissen. 

 

1843 hatte das Dorf 5 Bauernhöfe und 7 Büdnereien, die schrittweise zu einem Gut von 192 Hektar vereinigt wurden. Mit 161 Einwohnern gehörte Wangern damals zu den größeren Orten der Insel Poel.

Der letzte Besitzer war Peter Steinhagen, der das Gut 1927 von seinem Vater Richard Steinhagen erbte. Auch er wurde der im Zuge der Bodenreform enteignet. 

 

Sein Land wurde an Neusiedler aufgeteilt und auch das 1911 errichtete Gutshaus selbst wurde an drei Siedlerparteien vergeben. Im Keller des Hauses wurde später ein Konsum eingerichtet. Das Haus verfiel in den kommenden Jahrzehnten und war praktisch 1990 eine Ruine. Das Gutshaus wurde von den Erben der Familie Steinhagen 1994/ 1995 zurück gekauft und aufwendig saniert. Schon 1996  später beherbergte es wieder Gäste und 3 Jahre später startete der Neubau des Wirtshauses mit Wintergarten und Sommerterrasse. 

 

In der DDR-Zeit wurde in Wangern der größte Kuhstall der Insel gebaut.