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Die Gemeinde Ostseebad Insel Poel geht einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen und bürgerfreundlichen Verwaltung. Gemeinsam mit dem Zweckverband Elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern (eGo-MV) wurde eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit wird die Insel Poel zur Modellkommune für die Digitalisierung kleiner Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen, bürokratische Hürden abzubauen und digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln. Künftig sollen möglichst viele Verwaltungsangelegenheiten bequem von zu Hause aus erledigt werden können. Gleichzeitig sollen digitale Lösungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung entlasten, Bearbeitungszeiten verkürzen und mehr Raum für die persönliche Beratung schaffen.
In den kommenden Monaten wird die Gemeinde gemeinsam mit dem Verbandsvorsteher des eGo-MV, Christian Schulenburg, und seinem Team prüfen, welche digitalen Lösungen für die besonderen Anforderungen einer kleinen Inselgemeinde geeignet sind und wie diese schrittweise umgesetzt werden können.
Digitalisierung als Ergänzung, nicht als Ersatz
Ein besonderes Anliegen der Gemeinde ist es, bei der Digitalisierung alle Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen. Die Verwaltung soll modern, zeitgemäß und zukunftsfähig aufgestellt werden und die technischen Möglichkeiten unserer Zeit konsequent nutzen. Dabei steht jedoch nicht die Digitalisierung an sich im Mittelpunkt, sondern der konkrete Nutzen für die Menschen auf der Insel.
„Wir wollen die Chancen der Digitalisierung bestmöglich nutzen und unsere Verwaltung fit für die Zukunft machen. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass wir Bewährtes nicht einfach abschaffen. Wer seine Angelegenheiten lieber persönlich oder auf dem klassischen Weg erledigen möchte, soll natürlich auch künftig diese Möglichkeit haben. Wir wollen zusätzliche Angebote schaffen, statt bestehende wegzunehmen. Digitalisierung muss den Menschen dienen und ihren Alltag erleichtern“, so Florian Lechner. Der persönliche Kontakt zur Verwaltung und bewährte analoge Möglichkeiten sollen deshalb auch künftig erhalten bleiben. Digitale Dienstleistungen sollen das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen und den Bürgerinnen und Bürgern mehr Flexibilität bei der Erledigung ihrer Anliegen ermöglichen.
Modellprojekt mit Bedeutung für ganz Mecklenburg-Vorpommern
Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Ostseebad Insel Poel und dem eGo-MV hat dabei eine Bedeutung, die über die Insel hinausgeht. Die auf Poel entwickelten und erprobten Lösungen sollen perspektivisch auch anderen kleinen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern zugutekommen. Gerade kleinere Kommunen stehen bei der Digitalisierung vor besonderen Herausforderungen. Begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen treffen auf steigende Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Verwaltung. Das Modellprojekt soll deshalb zeigen, wie digitale Verwaltungsangebote auch unter diesen Bedingungen praxisnah und nachhaltig umgesetzt werden können.
Mit der unterzeichneten Absichtserklärung ist der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt. Nun gilt es, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren und geeignete Maßnahmen Schritt für Schritt auf den Weg zu bringen.
Die Gemeinde Ostseebad Insel Poel freut sich auf die Zusammenarbeit und bedankt sich bei Verbandsvorsteher Christian Schulenburg sowie dem gesamten Team des eGo-MV für das entgegengebrachte Vertrauen und die gemeinsame Initiative.
Das gemeinsame Ziel: Eine moderne, bürgernahe und zukunftsfähige Verwaltung, die digitale Möglichkeiten nutzt und gleichzeitig den persönlichen Kontakt bewahrt.

Mo, 02. November 2026

Mo, 26. Oktober 2026
