Naturschutz

Naturschutzgebiet Fauler See mit Rustwerder

Fauler See

Das Naturschutzgebiet Fauler See - Rustwerder umfasst 136 Hektar und befindet sich im Südwesten der Insel Poel. Die Unterschutzstellung erfolgte am 20. September 1984 (Beschl.-Nr. 11 des BT Rostock) mit dem Ziel, ein beweidetes Strandwall- und Hakensystem unter Einschluss einer Brackwasserlage an der südwestlichen Ostseeküste zu schützen und zu erhalten.

Fauler See

Die südliche Begrenzung des Faulen See zur inneren Wismarbucht wird durch den 2 km langen und bis zu 400 m breiten Haken "Rustwerder" gebildet, der aus Strandwällen unterschiedlichen Alters besteht, zwischen denen sich ein Prielsystem entwickelt hat. Der „Faule See“ ist eine nur bis 0,5 m tiefe, ca. 46 ha große Brackwasserlagune mit schlickigem Untergrund, die durch die „Fuul Bäk“ eine Verbindung mit der inneren Wismarbucht hat.

Im Naturschutzgebiet findet man die typische Salzwiesenabfolge, welche die besondere botanische Wertigkeit der Flächen ausmacht. Die Beweidung mit Pferden und Rindern dient dem Erhalt der Salzwiesen.

Als Brutvögel sind Rotschenkel, Austernfischer, Mittelsäger, Kiebitz, Säbelschnäbler, Kampfläufer und Sandregenpfeifer von Bedeutung. Der Faule See ist ein bedeutender Rastplatz und Schlafgewässer für rastende Zugvögel (Gänse, Enten und Schwäne) insbesondere Schellenten und Singschwäne. Eine typische Amphibienart der flachen Brackwasserbereiche ist die Wechselkröte.

Das Schutzgebiet darf aufgrund der großen Störempfindlichkeit der Brut- und Rastvögel nicht betreten werden. Von den Ortslagen Brandenhusen und Hinterwangern ist ein sehr guter Blick über das Gebiet möglich.